Freitag, 29. August 2014

Dinslakens Menschen bewegt in der 35. Woche 2014: Haushaltssperre, versuchter Batteriekauf, Personalmangel, Neutorgalerie und Ladenöffnungszeiten

Baustelle der neuen Karl-Lehr-Brücke in Duisburg-Ruhrort (Dezember 2013)

Dinslaken ist chronisch unterfinanziert,...
weil die für die Finanzierung notwendige Gewerbesteuer durch die örtliche Ansiedlung von einigen Geschäften und Filialketten nicht in die Haushaltskasse fließt, sondern woanders abgeführt wird (werden muss). Desweiteren fehlt es seit Jahren an Kaufkraft vor Ort, damit meine ich das direkte Geldausgeben in den Geschäften. In Dinslaken wurde viel zu lange die Macht und die Chancen des Internets verschlafen. Sehr viele Kaufinteressierte informieren sich zuvor im Internet über Ihre Wunschprodukte und stellen dann fest, dass diese teilweise wesentlich günstiger über Online-Händler im Internet zu beschaffen sind. 
Bei diesem Kaufverhalten werden die Ladengeschäfte dann zu Schauläden und Informationsgebern bei denen man den Artikel vor dem Online-Kauf noch zusätzlich befingern kann.

Ich will mal ein selbst erlebtes simples Beispiel nennen: 
Meine Taschenlampe schwächelte mit dem Licht. Die Batterie musste ersetzt werden. In der Innenstadt bin ich zu drei Geschäften auf der Neustrasse gegangen, um nach einem Preisvergleich die erforderliche Batterie günstigste zu beschaffen. Zuvor hatte ich mich natürlich kurz im Internet informiert, um zu erfahren, was die Batterie denn ungefähr kosten darf. Drei verschiedene Preise für das gleiche Produkt wurden von den Einzelhändlern vor Ort präsentiert. Der Batteriepreis der Geschäfte in der Stadt schwankte von niedrigsten Preis 8,79€ bis zum teuersten Preis von 9,99€, also mit einer Preisdifferenz von rund 13%. Im Internet, beim Online-Händler meines Vertrauens kostete die gleiche Batterie 3,50€, dass sind gut 60% weniger als der günstigste Vor-Ort-Preis. Wenn ich die Versandkosten des Online-Händlers hinzurechne ist die Batterie immer noch deutlich preiswerter als in der Stadt, allerdings durch die Lieferzeit ca. 2 Tage später erst bei mir. Einen Einzelhändler, den ich auf die Preisdifferenz aufmerksam gemacht habe, argumentierte damit, dass er ja auch leben möchte. Was für ein Argument! Batterien sind Verbrauchsmaterial. Batterien müssen für benutzte Geräte immer nachgekauft werden solange sie funktionieren, könnten also deutlich billiger verkauft werden. Ich frage mich was dieser Mensch für eine unternehmerische Leistung erbringt, wenn er durch seine Argumentation den Kunden vergrault statt ihn im Laden zu halten. Wahrscheinlich kauft er die Batterien auch bei diesem Onlinehändler und schlägt 60% auf. Ich hätte eine Batterie auf der Neustrasse gekauft, wenn dieser Geschäftsmann 30% auf den Preis des Online-Händlers vom Kunden erwartet hätte, da ich mir auch im Klaren bin, dass er ein Ladengeschäft mit Personal und Betriebskosten zu unterhalten hat. Das war jetzt nur ein Beispiel und darf nicht pauschal betrachtet werden, da der überwiegende Teil der Einzelhändler in Dinslaken sich sehr intensiv mit den Kundenwünschen auseinander setzt und angemessene Preise hat. Diese kleinen Dinge des Alltäglichen bleiben aber bei mir als Kunde hängen und prägen mein zukünftiges Kaufverhalten bezüglich Batterien.

Die Stadt Dinslaken hat seit dem 25. August 2014 eine Haushaltssperre verhängt.
rp-online.de

Der geplante Umbau der Althoffstrasse liegt vorerst auf Eis. derwesten.de/nrz

Die Stadt Dinslaken leidet mittlerweile sichtbar unter großen Personalmangel, dass auch den Bürgern auffällt. Auch beim DIN-Service, der unter anderem die Grünanlagen pflegt, fehlt es an Personal im Stadtgebiet. Sichtbar ist, dass nur das Notwendigste gemacht wird und das Personal nur dort eingesetzt wird, wo es gerade brennt. Die Stadtverwaltung prüft im September, was aufgrund der wirksam gewordenen Haushaltssperre vorerst auf der Finanzierungs-Streichliste landet.

Neutorgalerie und Kernöffnungszeiten
Am 6. November 2014 soll die Eröffnung des neuen Einkaufszentrums stattfinden. Die Öffnungszeit der Neutorgalerie soll dann zwischen 10:00 Uhr und 20:00 Uhr liegen. Die Dinslakener Wirtschaftsförderin Svenja Krämer möchte auch versuchen, dass sich die Geschäfte und Einzelhändler der Einkaufsstrasse den Kernöffnungszeiten der Neutorgalerie anpassen. Mit den Einzelhändlern zusammen soll deswegen ein Konzept entwickelt werden. rp-online.de Vorgaben dafür geben der "Gestaltungsleitfaden für die Innenstadt" und auch die Neutorgalerie. Weitere Informationen rp-online.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen