...zählt zu den Weichgesteinen und ist ein
pyroklastisches Gestein, also aus dem Auswurf eines Vulkans. Erwähnenswert ist es für mich, da der
Tuffstein durch Gaseinschlüsse wärmeisolierend wirkt und im Bauwesen häufig Verwendung bei Fassadenplatten, Fensterbänken und in der Massivbauweise als Tuffziegel und im Ofenbau (
Riedener Tuff) findet. Der vulkanische Naturwerkstein ist zum "
Gestein des Jahres 2011" vom
Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. und der
Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften gewählt worden.
Im
Römerbergwerk Meurin, ausgezeichnet mit dem "
Europa Nostra Award" im
Landkreis Mayen-Koblenz in
Rheinland-Pfalz habe ich mir das römische Untertage-Tuffsteinabbaugebiet, das vor ca. 13000 Jahren durch den Ausbruch des
Laacher-See-Vulkans entstanden ist angesehen. Unter einer modernen Hallenkonstruktion fand ich nach archäologischer Aufarbeitung Schächte, Abbaukammern aus der Zeit als die Römer im Untertagebau schwerste Bergwerksarbeit leisteten. Ein Besucherweg mit ausreichender Beschilderung und Erklärungen vom Tonband führen durch die ehemalige Arbeitswelt. Eine rekonstruierte Krananlage zur Hebung des Tuffsteins an das Tageslicht, eine Steinmetzhütte und die dazu gehörende Werkzeugschmiede befinden sich im Aussenbereich. Da ich auch immer mal über den Zaun hinaus schaue, in diesem Falle über den Aussenbereich, konnte ich noch ein größeres Gelände mit Bergwerksschächten und einer Tuffsteinwand ansehen.
Bauwerke, die mit Tuffstein gebaut wurden:
Rathaus in Koblenz, Teile des
Kölner Doms und
Klosterabtei Maria Laach, um nur einige zu nennen.
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Eingangsbereich Römerbergwerk Meurin |
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Aussenanlage mit rekonstruiertem Hebekran im Römerbergwerk Meurin |
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Bergwerksgelände mit Tuffsteinwand am Römerbergwerk Meurin |
Weitere Fotos zum Römerbergwerk Meurin finden Sie
hier!