Freitag, 8. August 2014

Dinslakens Menschen bewegt in der 32. Woche 2014: Radverkehr mit Perspektive!

Fahrrad-Servicestation

Dinslaken und der Radverkehr
Die Verkehrsplaner in Dinslaken entwickeln zur Zeit neue Konzepte um das Radfahren für BürgerInnen im Stadtbezirk und darüber hinaus auch sicherer auf der Strasse zu ermöglichen. Dazu sollen auf der Fahrbahn an ausgewählten Strassen die bisher nur von Verkehrsteilnehmer mit Autos genutzt werden, auch Radspuren angelegt werden, damit der Radverkehr zukünftig mehr auf der Strasse stattfinden kann. Bisher mussten RadlerInnen an stark frequentierten Kreuzungen die Fahrt an Fussgängerampeln unterbrechen und Wartezeit in Kauf nehmen um die Strassenseite zu wechseln. In der Innenstadt Am Neutor ist bereits eine Linksabbieger-Radspur vor der Ampel auf der Fahrbahn markiert die genutzt werden kann um in Richtung Lohberg abzubiegen. 
Für den radfahrenden Verkehrsteilnehmer wird es sicherer, da er für Autofahrer sichtbarer wird und bereits im Jahr 2010 vom Bundesverwaltungsgericht dazu ein Urteil ergangen ist, dass die Radwegebenutzungspflicht neu regelt (Urteil laut ADFC). 
Ausserdem sind im Laufe der Jahre durch den technischen Fortschritt mit dem Rad und die Vielzahl von eBikes auch höhere Geschwindigkeiten möglich, die auf der Fahrbahn eher gefahren werden kann als auf dem Radweg, die sonst noch mit Fussgängern geteilt werden muss. Wenn Radfahren dann mehr auf der Strasse stattfindet, schütteln Bürgersteigkanten die an Radwegen nicht immer ebenerdig sind, das Rad nicht so durch und machen dann ein zügigeres Fahren möglich. 
Die Stadt Dinslaken hat sich also vorgenommen die RadfahrerInnen wieder aus den Randbereich auf die Strasse zu holen, um der Sache mit dem Fahrrad auch mehr Wichtigkeit zu verleihen. 
Weiteres zu Dinslakens Radfahr-Konzept und deren Umsetzung schreibt auch der ruhrnalist.de und derwesten.de/nrz

Beispielhaft ist die Umsetzung des Radverkehrs in Kopenhagen 
Dort sind z. B. an den Radstrecken schräg montierte Müllbehälter so angebracht, dass man während der Fahrt Dinge loswerden kann ohne anzuhalten oder gar die Mülleimeröffnung nicht zu treffen. Dort gibt es auch regelrechte Rad-Autobahnen, die sich flächig gefärbt von den anderen Fahrbahnen unterscheiden und hindernisfrei Stadtgebiete verbindet. Sie sind auch breit genug für Lastenfahrräder oder Fahrräder mit Anhänger und das auch noch bei höherer Geschwindigkeit. Auch sind an einigen Strassen am Rand der Radfahrbahn grüne Lichtmarkierungen mit LED-Lichtern, die anzeigen, ob die Grünphase an der nächsten Ampel bei gleichbleibender Fahrgeschwindigkeit für den Radfahrer noch erreicht werden kann.
Da Kopenhagen wohl eine beispielhafte Fahrradstadt ist, kann man dort auch während eines Kinobesuchs sein Fahrrad an der dortigen Servicestation durchchecken lassen, um dann anschließend wieder sicher weiterzufahren. (Kurzfilm zur Radmobilität in Kopenhagen

Die auf dem Foto oben zu sehende einfachste Form einer Servicestation könnte auch für Dinslaken anregend sein. Da immer mehr Personen nicht nur im Stadtgebiet mit Fahrrädern unterwegs sind, macht es Sinn an Geschäften mit langen Öffnungszeiten wie der zukünftigen Neutorgalerie, am Neutorkiosk, Bahnhof, Trabrennbahn oder z.B. Gastronomiebetrieben mit Biergärten, wo sowieso gerne jemand der mit dem Rad unterwegs ist einkehrt, es die Möglichkeit für eine Kleinreparatur gibt. Das wäre dann wenn man es selbst kann, eine kostenlose Servicedienstleistung, die radfahrende Kunden bestimmt auch gerne gegen kleines Geld, nämlich wenn sie es nicht selbst reparieren können, durch einen Sachkundigen vor Ort machen lassen.

Grundsätzlich sollte es auch für jeden Radfahrenden möglich sein, sein Fahrrad im gesamten Verkehrsnetzsystem mit in den Bus oder in die Strassenbahn zu nehmen und zwar grundsätzlich kostenfrei. Damit könnte auch der Öffentliche Nahverkehr deutlich attraktiver werden. Eine junge Mutter, die mit Kinderwagen in die Strassenbahn steigt zahlt auch nicht für den Kinderwagen, selbst bei Zwillingswagen. Genauso kostenfrei ist die Mitnahme der Gehilfe in Form eines Rollators für ältere Menschen, die mit Bus oder Bahn fahren, wobei dennoch der Fahrschein für die Mutter und die ältere Person bezahlt wird bei der Nutzung des öffentlichen Verkehrsmittels.

Da nach und nach von Mitarbeitern angesiedelter Betriebe oder der Stadtbediensteten bereits der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad möglich ist, gibt es auch interessante aber nicht unbedingt nachahmenswerte Methoden besonders schnell mit dem Zweirad ans Ziel zu kommen. Wie man das machen kann, kann man hier nachlesen. welt.de


Wenn Sie Anregungen oder Ideen zur fahrradfreundlichen Stadt Dinslaken haben, dann schreiben Sie doch Bitte eben einen kurzen Kommentar.

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