Freitag, 5. Oktober 2018

241 - Dinslakens Menschen bewegte in der 40. Woche 2018: Wolfsgebiet Kreis Wesel, Feinstaub, Rückblick

Gehacktes Holz wird nach der Verbrennung zu Feinstaub

Dinslaken

Wolfsgebiet Kreis Wesel
Seit dem 1. Oktober ist der Kreis Wesel und Umgebung offiziell zum Wolfsgebiet erklärt worden. Naturschützer sind erfreut und Bürger im Wolfsgebiet eher besorgt. Der Informationsmangel bei den Bürgern über den Wolf sorgt für eine Art persönliche Bedrohung durch das Tier.
Im ersten Wolfsgebiet in NRW hat sich ein weiblicher Wolf (Fähe) niedergelassen und schon einige Beutetiere gerissen. "GW954f" heißt die Wolfshündin bisher. Ob sich noch ein offizieller Name für das Tier findet, ist noch unbekannt.

Wenn Sie sich das ausgerufene Wolfsgebiet mal auf der Landkarte ansehen, können Sie erkennen, dass es sich um ein Gebiet mit besten Bedingungen für so eine Wolfsansiedlung handelt. Im Westen ist der Rhein mit Rheinauen und Deichgebieten, die oft von Schafen beweidet werden. Zwischen den Orten und Städten finden Sie kleinere und größere Waldgebiete als Rückzugsgebiete und Wiesen- und Weideflächen mit landwirtschaftlicher Nutzfläche. Mehrfach sind Wasserflächen, kleine Teiche und Tümpel auf dem Gebiet verteilt zu finden. Siedlungsgebiete mit einzeln liegenden Höfen, landwirtschaftliche Betriebe und Wohnhäuser sind im ganzen Kreisgebiet verteilt.

Bekannt ist aus der Geschichte, dass Wölfe überwiegend im Wald leben. Das ist natürlich Unsinn. Wölfe leben dort oder siedeln sich dort an, wo genügend Nahrung aufzutreiben ist und das Gebiet kann je nach Land und Landschaft unterschiedlich groß sein. Der Wolf ist ein Raubtier und lebt hauptsächlich in Rudeln von bis zu 12 Tieren. Ob die Anzahl der Tiere im Rudel auch hier für Deutschland zutrifft ist noch nicht bekannt.
Wenn Nachwuchs zur Welt kommt, bleiben die Jungwölfe in der Regel bis zu drei Jahren bei den Elterntieren. Da die Fähen nur einmal im Jahr Nachwuchs bekommen können, sind dann die Jungwölfe des Vorjahres bei der Nahrungssuche für den neuen Jungtiere behilflich. Ein Wolfrüde ist körperlich größer gebaut als das weibliche Tier. Eine Wolfshündin erreicht ein Körpergewicht von ca. 40 bis 60 kg und braucht ungefähr 10% ihres Körpergewichts an täglicher Nahrung.

Der Wolf bevorzugt hauptsächlich kleinere und mittelgroße Huftiere als Nahrung, so auch Schafe, Jungrinder, Wildschweine, Rehe, Hirsche, Füchse, Feldhasen, Waldkaninchen, Biber, Nutria und sogar Lachse. Auch Früchte, Beeren und Äpfel werden von Wölfen gefressen. Entdeckt hat man die Nahrungsbestandteile in Kotresten.

In Siedlungsgebieten, was man gerne unter dem Mantel der Verschwiegenheit behält, kommt es auch zu Rissen von Haushunden und Hauskatzen. Vielleicht hilft es doch häufiger Rabenvögel zu beobachten, da diese meistens sehr schnell Wolfsrisse ausfindig machen können.

Wichtig wäre noch zu wissen, falls man einem Wolf begegnet, welche Körpersignale dieser anzeigt, um vielleicht einschätzen zu können, wie der Wolf sich eventuell verhält.

Feinstaub
Da Feinstaub in Deutschland wiedermal ein großes Thema ist und filterlose Kaminöfen in den Abendstunden die Wohngebiete mit Feinstaub und Verbrennungsgestank einräuchern, entstehen auch in nächtlichen Stunden in denen wenig Strassenverkehr stattfindet atemberaubende Schadstoffwerte.

Rückblick
Dinslakens Menschen bewegte vor einem Jahr in der 40. Woche 2017: andreashaab-fotografie


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